Das Wichtigste zur 1e-Vorsorgelösung auf einen Blick
- Eine 1e-Vorsorgelösung versichert Lohnbestandteile oberhalb der gesetzlichen Eintrittsschwelle für 1e-Pläne von aktuell CHF 136'080 und richtet sich vor allem an Kader, Fachspezialistinnen und Fachspezialisten sowie Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen.
- Versicherte wählen aus mehreren definierten Anlagestrategien. Mindestens eine davon muss risikoarm ausgestaltet sein.
- Der Anlageerfolg wird individuell gutgeschrieben. Gleichzeitig tragen Versicherte das gewählte Anlagerisiko selbst.
- Für Unternehmen können 1e-Lösungen Sanierungsrisiken reduzieren, die Vorsorge transparenter machen und die Positionierung als moderner Arbeitgeber stärken.
Mehr Vorsorgewirkung für Schlüsselpersonen
Eine passende 1e-Vorsorgelösung schafft Gestaltungsspielraum in der beruflichen Vorsorge und macht Ihre Vorsorgepolitik für Fach- und Führungskräfte sichtbarer, transparenter und attraktiver.
1e-Lösungen gelten als moderne Form der Kadervorsorge. Sie setzen dort an, wo klassische Pensionskassenlösungen häufig an Grenzen stossen: bei der individuellen Anlage des überobligatorischen Vorsorgekapitals, bei der Transparenz der Kosten und bei der Reduktion von Umverteilungseffekten. Gleichzeitig sind 1e-Pläne erklärungsbedürftig. Denn nicht jede 1e-Vorsorgelösung ist gleich aufgebaut. Die Unterschiede zeigen sich bei den Anlagestrategien, der Kostenstruktur, der digitalen Abwicklung, der Beratung und den Einkaufsmöglichkeiten. Dazu kommt die Frage, ob eine reine 1e-Lösung oder die Kombination mit einer weiteren Kaderlösung besser passt.
Worauf sollten Unternehmen bei der Ausgestaltung achten?
Eine gute 1e-Vorsorgelösung beginnt nicht bei der Produktwahl, sondern bei der Zielsetzung. Unternehmen sollten zuerst klären, welche Mitarbeitendengruppen einbezogen werden, wie die Vorsorge im Markt positioniert werden soll und welche Rolle Kosten, Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitgeberattraktivität spielen.
Zentral sind vier Kriterien:
- Verständliche Strategiepalette
- Transparente Gebühren
- Robuste Governance
- Klare Kommunikation gegenüber den Versicherten
Beim letzten Punkt ist eine transparente Risikoaufklärung gegenüber Versicherten extrem wichtig. Wer eine renditeorientierte Strategie wählt, erhält mehr Chancen, muss aber auch Verluste tragen können. Eine risikoarme Strategie ist deshalb nicht nur regulatorisch relevant, sondern auch ein wichtiges Element der Fairness und Verständlichkeit.
Reine 1e-Lösung oder Kombi-Lösung?
Bei einer reinen 1e-Lösung fliessen alle Lohnteile über der Eintrittsschwelle in einen einzigen 1e-Plan mit individueller Anlagewahl.
Bei einer Kombi-Lösung kommt zu diesem 1e-Plan ein zweiter, klassischer Kaderplan hinzu, der zusätzliches Einkaufspotenzial schafft. Eine reine 1e-Lösung eignet sich, wenn der Fokus auf individueller Anlagefreiheit, Kostentransparenz und klarer Abgrenzung des überobligatorischen Vorsorgevermögens liegt. Eine Kombi-Lösung kann dagegen sinnvoll sein, wenn Unternehmen zusätzliches Einkaufspotenzial schaffen und unterschiedliche Vorsorgeziele verbinden möchten. Gerade bei Inhaberinnen, Inhabern und Kaderpersonen kann die Kombination aus 1e-Plan und ergänzender Kaderlösung steuerlich und vorsorgetechnisch interessant sein. Entscheidend ist eine saubere Analyse der Lohnstruktur, der bestehenden Pensionskassenlösung und der langfristigen Unternehmensziele. PensExpert setzt diesen Kombi-Ansatz mit PensPower um, das einen 1e-Plan mit einem ergänzenden Kaderplan verbindet und so das Einkaufspotenzial gezielt ausbaut.
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Wie finde ich das passende Modell?
Das passende Modell ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Zielgruppe, Anlagepräferenz, Kostenbewusstsein und gewünschtem Beratungsgrad. Eine flexible 1e-Vorsorgelösung ist für Firmen mit kleinerem Personalbestand ebenso attraktiv wie für Unternehmen mit vielen Fach- und Führungskräften, sofern die Lösung professionell begleitet wird. Die Flexibilität betrifft nicht nur die Wahl der Anlagestrategie, sondern auch Wahlplanmodelle und das Ausloten von Einkaufsmöglichkeiten. PensExpert unterstützt Unternehmen dabei, die Vorsorgelösung strategisch zu planen, die geeignete Struktur zu wählen und die Vorteile verständlich zu vermitteln. So wird Kadervorsorge nicht nur administrativ umgesetzt, sondern als wirksames Instrument der Unternehmens- und Personalpolitik genutzt.
Häufige Fragen zu 1e-Vorsorgelösungen
Eine 1e-Vorsorgelösung ist eine überobligatorische Kadervorsorge für Lohnanteile oberhalb der gesetzlichen Eintrittsschwelle für 1e-Pläne von aktuell CHF 136’080. Die versicherten Personen wählen selbst aus mehreren vorgegebenen Anlagestrategien. Der Anlageerfolg wird individuell gutgeschrieben. Gleichzeitig tragen die Versicherten auch das entsprechende Anlagerisiko.
Der zentrale Nachteil einer 1e-Kadervorsorge ist das Anlagerisiko, das jede versicherte Person selbst trägt. Zudem sind 1e-Lösungen erklärungsintensiv und setzen eine sorgfältige Kommunikation sowie eine passende Auswahl der Anlagestrategien voraus.
Nein, eine echte Kapital- oder Renditegarantie ist bei 1e-Lösungen grundsätzlich nicht vorgesehen, weil die versicherte Person den Anlageerfolg und damit auch das Anlagerisiko selbst trägt. Vorgeschrieben ist jedoch, dass die Vorsorgeeinrichtung mindestens eine risikoarme Anlagestrategie anbietet, meistens in Form einer Sparkontolösung. Diese reduziert die Schwankungen, ersetzt aber keine Garantie.
Die Kosten können sich je nach 1e-Modell deutlich unterscheiden – insbesondere bei Verwaltung, Depotführung, Anlagestrategien, Beratung und digitaler Umsetzung. Passive, ETF-basierte Modelle sind bei den Anlagekosten oft günstiger, während individuellere oder beratungsintensivere Lösungen höhere Gesamtkosten verursachen können. Entscheidend ist deshalb nicht der Preis der Anlageprodukte allein, sondern der Vergleich der gesamten Kostenstruktur über alle Leistungselemente.
Bei einem 1e-Plan wählen die versicherten Personen selbst aus mehreren vorgegebenen Anlagestrategien. Alle weiteren Merkmale sind im Artikel 1e-Pläne einfach erklärt zusammengefasst.
Bei einer Einheitsstrategie wird das Vorsorgevermögen hingegen für alle Versicherten nach derselben Strategie angelegt. Der zentrale Unterschied liegt damit in der Wahlfreiheit und in der Verantwortung. Bei einer 1e-Lösung entscheidet die versicherte Person selbst, bei einer Einheitsstrategie entscheidet die Vorsorgeeinrichtung für alle Versicherten gemeinsam.
Das passende Modell hängt vor allem von Ihrer Lohnstruktur, der Anzahl versicherter Fach- und Führungskräfte, dem gewünschten Beratungsgrad sowie den Kosten- und Anlagepräferenzen ab. Eine reine 1e-Lösung eignet sich besonders, wenn individuelle Anlagewahl und Kostentransparenz im Vordergrund stehen. Entscheidend ist eine strukturierte Analyse der bestehenden Vorsorgelösung, der Zielgruppe und der langfristigen Unternehmensziele.