Ein Trend mit mehreren Ursachen
Die Gründe für den Anstieg der IV-Neurenten sind vielschichtig. Gesellschaftliche Entwicklungen wie die zunehmende psychische Belastung in der Arbeitswelt spielen ebenso eine Rolle wie politische Entscheide und Gerichtspraxis. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat diese Entwicklung dokumentiert und analysiert. Die Zahlen zeigen: Es handelt sich nicht um ein vorübergehendes Phänomen, sondern um eine strukturelle Verschiebung.
Auswirkungen auf die Pensionskassen
Für Pensionskassen ist dieser Trend von direkter Relevanz. Die Invaliditätsleistungen der 2. Säule sind eng mit der IV verknüpft. Steigt die Zahl der IV-Fälle, erhöht sich mittel- bis langfristig auch die Belastung für die Pensionskassen.
Pensionskassen, die ihre Risiken rückversichert haben, sind zwar abgesichert – doch auch Rückversicherer passen ihre Prämien den tatsächlichen Schadenverläufen an. Es ist daher davon auszugehen, dass sich steigende IV-Fallzahlen früher oder später in höheren Invaliditätsprämien niederschlagen werden.
Frühzeitig handeln lohnt sich
In einem solchen Umfeld ist vorausschauendes Handeln entscheidend. Pensionskassen, die ihre Risikoabsicherung rechtzeitig überprüfen und langfristig planen, sind besser positioniert, um auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Das bedeutet konkret: Wer heute bestehende Anschlussverträge zu noch kompetitiven Konditionen sichert, schützt sich vor möglichen Prämienerhöhungen in den kommenden Jahren. Die Verlängerung bestehender Verträge kann dabei eine sinnvolle Massnahme sein, um Planungssicherheit zu gewinnen.
Unsere Einschätzung
PensExpert AG beobachtet diese Entwicklungen laufend und unsere Berater:innen begleiten Unternehmen bei der Einschätzung ihrer Risikolage. Der aktuelle Trend bei den IV-Neurenten ist ein deutliches Signal, das Thema Risikoabsicherung nicht auf die lange Bank zu schieben.