Säule 3a 2027: Lücken schliessen, ohne Geld zu verlieren

Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat die Vorsorgekennzahlen 2027 publiziert. In cash.ch erklärt Mario Bucher was das für 3a-Nachzahlungen bedeutet.

Die AHV-Renten steigen 2027 um rund 1,6 Prozent. Die Minimalrente beträgt neu 1280 Franken, die Maximalrente 2560 Franken. In die Säule 3a lassen sich künftig 7373 Franken einzahlen und von den Steuern abziehen, 115 Franken mehr als bisher. Gleichzeitig wird im Dezember 2026 erstmals die 13. AHV-Rente ausbezahlt. Zudem können Lücken in der Säule 3a seit diesem Jahr geschlossen werden, welche seit 2025 existieren.

Nachzahlen mit System

Das Prinzip: Zuerst wird der ordentliche Höchstbetrag des laufenden Jahres einbezahlt. Erst danach lassen sich Lücken aus Vorjahren schliessen. 2027 sind so zusätzlich bis zu 7373 Franken möglich. Pro Vorjahr gilt allerdings dessen eigener Höchstbetrag von 7258 Franken. Wer die volle Summe nutzen will, kombiniert deshalb Lücken aus 2025 und 2026.

Sind die kombinierten Lücken grösser als der mögliche Nachzahlungsbetrag, bleibt ein Rest offen. Dieser ist laut Mario Bucher endgültig verloren und lässt sich auch in späteren Jahren nicht mehr einkaufen.

Vorsorge ist komplex geworden. Nur schon die Regeln zu den 3a-Nachzahlungen werfen in der Praxis immer wieder Fragen auf.

Mario Bucher, Leiter Produkt- und Unternehmensentwicklung

Was nicht reinpasst, verfällt

Mario Bucher zeigt das an einem Beispiel: Eine Person hat 2025 1000 Franken zu wenig einbezahlt und 2026 gar nichts. Die Lücken summieren sich auf 8258 Franken. 2027 kann sie davon aber nur 7373 Franken schliessen.

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Rechenbeispiel: Die verbleibenden 885 Franken (1000 Franken + 7258 Franken abzüglich 7373 Franken) sind endgültig verloren. Sie lassen sich auch in späteren Jahren nicht mehr einkaufen.