Die Möglichkeit, verpasste Einzahlungen in die Säule 3a nachzuholen, ist so ein Fall. Sie geht auf einen einzelnen Vorstoss zurück.
Verantwortlich dafür ist Ständerat Erich Ettlin von der Mitte. Seine Motion verlangte, dass Erwerbstätige Beitragslücken in der Säule 3a nachträglich schliessen können, etwas, das jahrzehntelang nicht möglich war. Der Bundesrat hat den Auftrag schliesslich über eine Verordnungsänderung umgesetzt, die per 1. Januar 2025 in Kraft trat. Konkret können seither Lücken, die ab 2025 entstehen, bis zu zehn Jahre rückwirkend aufgefüllt werden, und die Nachzahlung ist wie die ordentliche Einzahlung steuerlich abziehbar. Der Weg dahin war zäh, denn der Bundesrat hatte die Motion ursprünglich abgelehnt. Beharrlichkeit zahlte sich aus.
Es waren weder Damian Müller noch Pierre-Yves Maillard oder Werner Salzmann, die diesen langen Atem bewiesen, sondern Erich Ettlin. Ein gutes Beispiel dafür, dass sich Geduld in der Vorsorgepolitik lohnt, ganz ähnlich wie beim Sparen selbst.