Longevity-Check für Unternehmer und Unternehmerinnen: Leben Sie bereits mit Blick auf Langlebigkeit?

Longevity ist kein Trend. Es ist demografische Realität – verbunden mit Fragen, die sich nicht aufschieben lassen. Nicht für immer. Dieser Artikel stellt sechs Fragen, die Unternehmer:innen und Selbstständige sich stellen sollten. Nicht als Selbsttest – sondern als Einladung, ehrlich hinzuschauen.

1. Weiss ich, wie ich die Jahre nach der Pensionierung gestalten will?

Nicht finanziell – inhaltlich. Was gebe ich auf, wenn das Unternehmen weg ist? Was kommt danach?

2. Habe ich meine Nachfolge so geplant, dass ich loslassen kann?

Viele Unternehmer:innen verschieben die Nachfolgeplanung – weil sie komplex ist, weil der richtige Moment nie da ist, weil das Loslassen schwerfällt. Longevity macht diese Planung dringlicher: Je früher man beginnt, desto mehr Optionen bleiben.

3. Bin ich als Selbstständige:r vorsorgetechnisch ebenso abgesichert wie Angestellte mit einer guten Pensionskasse?

Selbstständige haben mehr Gestaltungsspielraum als Angestellte – aber auch mehr Eigenverantwortung. Wer diesen Spielraum nicht nutzt, hat am Ende weniger, nicht mehr.

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Wer weiss, wie er leben will, kann planen und wer frühzeitig plant, hat mehr Möglichkeiten.

Nadia Bögli

4. Reicht mein Vorsorgeguthaben für weitere zwanzig bis dreissig Jahre?

Die meisten Vorsorgepläne wurden für eine Rentendauer von zehn Jahre konzipiert. Heute ist diese Lebensphase meist doppelt so lang. Ein Plan, der das nicht berücksichtigt, ist kein Plan, sondern ist eine Lücke.

5. Habe ich meine Vorsorge mit meiner Steuerstrategie abgestimmt?

Vorsorge ohne Steuerplanung ist nur die halbe Arbeit. Wann man bezieht, wie man bezieht, in welcher Reihenfolge – das alles hat erhebliche steuerliche Konsequenzen. Wer es frühzeitig plant, spart real.

6. Habe ich jemanden, der mich vertrauensvoll begleitet, unabhängig und frei von Eigeninteressen ist?

Longevity ist ein langer Weg. Er braucht Begleitung – nicht von jemandem, der mir heute ein Produkt verkaufen will, sondern von jemandem, der meine Situation kennt und meine Interessen vertritt.

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